Impressionen - Innenwelten in Außenwelten

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LadyArt
...alle Gedichte und Geschichten, alle Zeichnungen, Skizzen oder Gemälde, alle Fotos auf diesem/diesen Blogs sind von mir, das copyright liegt ausschließlich bei mir/Gabriele Brunsch - sollten Sie Interesse haben,dann senden Sie eine e-mail....
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26.11.09

Friedhof Obernbreit




DAHIN DIE TAGE

TRUNKEN VOM RAUSCH DER FARBEN

ERMATTET IN GRAU




29.10.09

...hochzeitsfoto...III



...als wär verflixt, verwünscht,
vermaledeit, das siebte jahr,
am hochzeitstag schon angerückt,
hätt sich ins superzarte,
aufgemotzte stoffgewirr,
ins schirmpapier,
ins schuhgeschnür,
hineingewoben, reingedrückt,
als hätt ein regenguss
die sonne, die versprochne,
weggespült mit hinterlist,
das schicksal sich
ins mauerwerk verschlagen,
ein kicherhelles echo,
höhnisch spitz-zerschlissen
verduftet dort wo himmel ist,
und der ist blau,

kein schirm, kein dach, kein zelt,
ein riesengroßes meer,
aus luft
unendlich weit,
ein tag ein jahr
ein raum voll zeit
und ist so weit,
die eitelkeit im mauerwerk,
das farbenspiel im schlund der stadt,
gefühle stauen sich am heißen stein,
die gier der stunde hechelt matt,
und wahrt entblößt den schein...








12.10.09

...hochzeitsfoto... II


...den richtigen moment aus der welt herausschneiden,
aufbrennen, für die ewigkeit festzurren,
das präparat der unwillkürlichen bewegung so beherrschen,
dass der katalysator der strengen planung das gebilde perfektioniert,
nichts soll zufall, nichts dem tollen mut des augenblicks geschuldet,
nichts soll nur so, nur einfach so, nichts soll "gewöhnlich" sein.

die welt ist ein tollhaus, der himmel strahlt und der übermut perlt
und die uhren ticken verquer an den handgelenken der vielen,
und der rhythmus der schritte pulst wie die laune des windes,
atemlos, hier hin und dort hin, und lachen und weinen bald,
und alles misslingt, und darf nicht misslingen, gute miene...

wie lächeln zur fratze erfrieren, wie ein zwinkern erstarrt,
und das kompliment zum leisen fluch geriert,
und unter dem fleisch der wangen verbeissen sich zähne
und lippen werden zum formlosen strich.

der wind pustet ein schirmchen über den platz
und lachelnd hüpft ein kind hinterher...

09.10.09


...wenn schönsein zur pflicht wird

kann sich der augenblick

zur gähnenden langeweile hinquälen

bis die spannung gänzlich verpufft

und das foto misslingt...
.
.
.


08.10.09




...die zeit blieb stehen,

während die zeit stehen blieb,

blieb die zeit stehen...
.
.
.

05.10.09

...augenblick...

.
.
.
...und wieder so ein frühherbst,
ein altvertrauter,
sanft-versonnter,
der nach frühling duftet, noch,
wenn morgennebel sich
ins lichte blau verziehen,
und du,
vom augenblick geblendet,
nimmst das bild und saugst es langsam ein,
und hältst es an...
- der weiche glanz,
das kühle glitzern auf dem gras,
die langen schatten, goldumrandet -
wie tief hinein
ziehst du die pixelflut,
dass sie sich an die zellen heftet,
die das erinnern fesseln,
ruhig lauschst du weit nach innen...
.
.
.
.

04.10.09

le petit festival de théatre



in welches verlies
lockt gurrende verführung
mit buntem kleide



.
.

29.09.09

TANZ




.
.
.
grau-ton-abstufung

schweigend im tanze erstarrt

vom hauch des todes

.
.
.

20.09.09




wenn die musik tönt

rinnt herzblut aus den farben

in den duft der nacht
.
.
.
.


07.09.09


.
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.


altes kunsthandwerk

verzaubert die gegenwart

wo sind die meister...
.
.
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.

UNVERSÖHNLICHKEIT

.
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.

hier ist mir nichts trost...

nicht die farbe nicht die frucht

mir graut vor stacheln
.
.
.
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06.08.09

.


dir stockt der atem

- eine rüstung aus eisen -

so zart ist die haut

.
.
.

26.07.09

.
.
.
.

...was suchst du, fremder?

schönheit, die dein auge streift,

ist nichts als blendwerk...
.
.
.
.



zeit

...die zeit,
die niemand erfassen kann,
die
über
bei
mit
in
uns vergeht,
die uns ins jetzt einschnürt,
aus der vergangenheit schält
in die zukunft schubbst,
ist immer anfang und ende,
gleichzeitig das eine und auch
das andere,
und von beidem immer alles,
ganz intensiv,
morgen und abend
hell und dunkel
jugend und alter
erwachen und schlafen
kommen und gehen
tod und geburt
...zumindest dort
wo leben ist,
wo etwas atmet,
dort,
auf unserer erde,
...
noch
...


...auch wenn ich mich in gemeinplätzen ergehe,
das bild von der gerberei in marrakesch,
wo verfallene mauern eines neubaus
neben einem vernachlässigten gebäude,
aufgebaut auf alten,
vielleicht jahrhundertealten mauerresten stehen,
hat mir die gleichzeitigkeit und somit die
gedanken zu dem vers über die zeit
und ihre dimension aufgezwungen,
wenn man von zeitraffer reden kann,
so ist diese dimension in diesem bild erfasst...

12.07.09

.
.
.

verfall und aufbau

welche dimension hat zeit

wenn alles J E T Z T ist


.
.
.

08.06.09

v e r z ü c k t



.
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.
- anmut ein zauber -

"was wird aus diesen kindern?"

fragt leise der mann.


.
.
.



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.
.
das spiel der kinder

inmitten der steinwüste

ein hauch von leben

.
.
.

29.05.09


.

.

.
...nur dieses rosa...

eingetaucht ins farbenspiel

der seelenlandschaft

.

.

.

08.05.09


.

.
.
grund-lebens-mittel
eier, fleisch und federflaum
welt-über-greifend

die hühner gackern
kratzen gestampfte erde
scharren und picken

frei und doch nicht frei
gefangene des hofes
doch sie stolzieren

welcher gemeinplatz
hühner banales nutzvieh!
lästiger faktor

was so viel spielraum
für diese paar hühnerchen
wenn das nicht glück ist

getreidekörner
vom obst gemüse abfall
welch köstliches mahl

pro mensch zwei hühner
und der gockelhahn dazu
ein hof und ein stall

wirklich betroffen
brüte ich über dem bild
und denke: wie schön!
.
.
.
.
.
.

06.05.09

Wo früher... jetzt ein Teppichladen


.
.

...im verborgenen
frauenblicke durch luken
- zeiten im wandel -
.
.
.

Zeiten im Wandel....

von Fabian Tietz

Zeiten im Wandel

ich wandle in Angst

vor den Tagen

im Hier

das ich verliere.

Wandle in Angst

vor dem Selbst

in mir

das ich verliere.

Und ich wurde gefragt

wo meine alte Kraft geblieben ist.

Habe sie wohl schon verloren.

Suche sie vereinsamt

zwischen den tickenden Zeigern.

Doch sie sind schneller als ich.


.
.


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.
.
lass dich nicht täuschen
nichts ist hier alt gewachsen
nur ein kartenhaus
.
.
.

30.04.09


.
.
.
hasten und streben
alles ist in bewegung
- scheinbar teilnahmslos -
.
.
.

28.04.09



.
schnell noch einen blick
in das geschehen der welt
- ein gespräch wartet -

.
.
.

21.04.09

der kellner



die tische gedeckt
gläser mit glanz bezaubert
- werden sie kommen -

so verharre ich
regungslos und verzweifelt
zitternden herzens

noch reicht sie nicht aus
die gelassenheit - in mir
keimt glut am rande

funkelt
im auge
aufruhr mir - schwer zu zähmen -
wie gier und sehnsucht

hass und verachtung
schmerz und erwartung aufkocht
hinter der ruhe

mein ist die bühne
die schritte ein tanz im takt
der vielen stimmen

und dieses lächeln
das ich verschicke so sanft
ein nebelschleier

umhüllt die wahrheit
die trostlosigkeit so blass
und stunden lasten


20.04.09


.
.
.
behutsam der schritt
leiser als sonst die stimmen
- lass draußen die welt -
.
.
.

10.04.09


.
.
.
an dieser biegung
endet alle leichtigkeit
- nicht daran denken -

.
.
.

08.04.09




nur diese straße
führt hier zum dorf - das auto
schnauft mühsam hinauf

nur diese straße
alles scheint leicht - die esel

warten geduldig

nur diese strasse
im takt der schritte misst du
des himmels spuren

nur diese strasse
hier ist anfang und ende
ausgang und eingang
.
.
.
.
.
.

31.03.09

L E B E N S W E I S E


.
.
.
du hast zwei hände:
die rechte dient dem essen,
die linke aber...
.
.
.

29.03.09

O L I V E N


.
.
.
in variation
prachtvolle köstlichkeiten
O-L-I-V-E-N-R-E-I-G-E-N

.
.
.

28.03.09


.
.
.

und plötzlich regen

sturzbäche fluten aufs land

nur für minuten

.

.

.

17.03.09



.


stufen der mühsal
winterlich leer die felder
dezemberruhe
. .
.
dezemberruhe
das sagt sich leicht - ausgedörrt
sind sie und elend
.
.

.
dreimal im jahr nur
regen, der die seele füllt,
und sonst nur - hoffnung

.
.

.

09.03.09

.
.
.

nur für touristen
knüpft sie und lächelt dabei
und zählt die stunden
.
.
.

07.03.09

grenze


.
.
.
nicht strom, nicht metall,
diese grenze bewehren
heere von stacheln
.
.
.

03.03.09

.
.
.

c'est impeccable -
makellos - perfectly clean
stetes ritual
.
.
.

01.03.09

die winterliche saat

.
.
.

winterliche saat -
im staub trocken die furchen
sind hoffnungsträger
.
.
.

26.02.09

.
.
.

so ruhig geht sie,
im atemtakt des lebens,
die eselstärke...
.
.
.

25.02.09

verwaiste gasse




. . .

folge mir nach, komm,


lausche dem klang der schritte...

- fantasmagorie -
.
.
.

18.02.09

ESELEI

.
.
.

ganz ohne pflichten

ein moderner teenager

frech - faul - obercool
.
.
.

10.02.09


.
.
.
.

nenn mir die zeichen:


wildes spiel oder mahnung


dein fuß zögert jetzt

.
.
.
.


07.02.09

.
.
.

gemeinsam gehen

lasten und lasttier teilen

so leicht ist der schritt
.
.
.
.

27.01.09



.
.
.

im takt des atems

geschlängelte wege

so dünn ist die luft




.
.
.

26.01.09

..
.
.
.

verdorrt die erde

der blick schweift in die ferne

und dennoch: leben
.
.
.
.

22.12.08

vor dem atlasgebirge


-
-

. . .
wo frauen schwatzen
wetzt ein storch seinen schnabel
den klang trägt der wind...
.
.
.

10.12.08


.
.


abseits das gässchen

aura steriler schönheit

handmade in china
.
.
.

27.10.08

.
.

von oben herab
die stadt in hastigem flug
touristen-not-stand
.
.

05.10.08


.
.

stein auf stein

weit die welt

das leben einzig
.
.

01.10.08

FRÜHE PFLICHT - EINANDER VIEL SEIN

:
:

am ende der welt
- hingesetzt und ausgesetzt -
ich bin für dich da
:
:

28.09.08

:
:
karawanserei
kamele für touristen
nichts ist wie es war
:
:


21.09.08

.

auch ganz ohne norm
angebot und nachfrage
reguliert den markt
.
.

18.09.08

.
.

Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklarer Himmel
Er kennt seinen Weg,
unermüdlich, der Esel,
edelster Träger
Makellos, staubfrei
die Bänder, Stoffe, das Fell
herrlicher Bote.
Nichts ist hier Zufall.
Die Reise so lang und so schwer.
Stolz sein Besitzer.
So schön das Lasttier,
wie schön mögen sein Garten,
Hof, Wohnung erst sein.
Heiterkeit im Ton.
Alle Passanten grüßen
lächelnd die Fremden.
Nichts scheint beschwerlich.
Zeit geht so leicht wie der Schritt,
Maßzahl des Atems.
Wie sie sich windet,
von der Geburt bis zum Tod
nur diese Straße...
Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklarer Himmel
.
.
...dieses Gedicht liegt schon in einer kürzeren Fassung vor...

ruhe und rast

.
.
geschafft
steil war der weg
eselpause
.
.

11.09.08


.
.


die angel geflickt
tor nach innen und außen
was wird jetzt kommen
.
.
.
mit einem drähtchen
hin und her geschlungen
erhalt erzwungen
.
.
gäb es die mittel
wäre das tor längst schon weg
der zauber entzwei

16.08.08



...ein bund quellblätter
saftig grün - ist hackysacks
lebender bruder...

.

.

.


03.07.08

.
.
nachtgesang gedämpft
aus der tiefe der gasse
menschen wie schemen
.
.

01.06.08

in der gerberei


:
:
zwischen den resten
aus fellabfällen putzt stolz
der kater sein kleid
.
.
.

13.05.08

fünfmal am tage
nach osten geneigt beten
tiefe gläubigkeit
:
:

09.05.08

.
du am rand der welt
flüchtiges element im
erddufthimmelslicht
:

07.05.08



:


:


Im Wald aus Menschen


kauern auf einer Lichtung


Glaubensverkünder


:


:

02.05.08

kind: splitter von zeit
im balanceakt erstarrt
seiltanz ohne seil
.
.

29.04.08


augen weit offen

momente atmen ruhn im

minz-rausch-farben-duft

.
.

26.04.08



Hinterm Licht führen
Schatten an langen Stangen
die Menschen herum
.

.

23.03.08

Abfall

Die Dinge der Welt
haben Anfang und Ende,
welch mächtiges Spiel.

Betroffen siehst du,
einen Anfang vom Ende
in Miniatur.

Wie beredt, gleichsam
verschwätzt präsentiert er sich,
dieser Plastikmüll.

In einer sichtbar
makellosen, reinen Welt
nur dieses Zeichen.

Was sollst du sagen,
was erzählen, wie warnen?
Lächerlich wärst du...
.
.

19.03.08


Fast hundert Jahre,
kläglicher Wächter der Zeit,
kauernd in Ruhe.

Dreitausend Schritte
die geht er täglich durchs Dorf
mit seinem Gehstock

ER sagt: Das ist so,
gehen, sommers und winters,
gehen und ruhen.

Blind seine Augen,
erinnernde Lichtschächte
lenken die Schritte.

Zum Laden geht er,
dort an der Straße, ein Plausch,
mit Freunden, nur das.

Die Töchter warten.
Das Essen wartet. Täglich.
Das Tor und das Bett.

Nur dieses Leben,
im späten Alter, ein Tag
wie der andere.

Ruhen und gehen,
ein monotoner Singsang,

gehen und ruhen.

.

16.03.08

Überraschung

Verlassen?
Tor zum Verfall,
stimmlose Schreie!
Ein Blick -
ein Eindruck -
ein Foto...

... und dann:
tief aus dem Dunkel
Kinderlachen ...
.
.

Würde

Nach dem Badehaus
streben allwöchentlich sie,
reinstes Ritual.

Ein Dampfbad, Hamam,
draußen im Hof. Reiser,
kläglichster Brennstoff.

Luxus im Kleinen,
Körperkultur veredelt.
Schlichtester Reichtum.
.
.

13.03.08


Wer bist du,
dass du mir zuwinkst,
Touristin,
Wesen, Jetztgestalt,
Schimäre aus Nichts.
Ich hab schon begriffen.
Du biederst dich an,
ich scheine zu sein,
ich stehe im Licht,
mit all meinem Sein...
Doch du
siehst mich
NICHT!

10.03.08



Weit ab vom Wege
tief in der Gassen Verlies
blüht reich der Handel
___________________________

09.03.08

Im Atlasgebirge

Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf
Glasklarer Himmel


Er kennt seinen Weg,
unermüdlich, der Esel,
edelster Träger


Heiterkeit im Ton.
Alle Passanten grüßen
lächelnd die Fremden.


Wie sie sich windet,
von der Geburt bis zum Tod
nur diese Straße...


Mühsam der Aufstieg
Hoch in den Felsen das Dorf

Glasklarer Himmel

_____________________

08.03.08

Kakteenvariationen

Stachelästhetik
benommen im Farbenrausch
Jardin Majorelle

07.03.08

Modisch freche Tortenpräsentation


Die süße Kunst zum Neujahrsfest
die Freude, ach, sie wäre
kaum so erhöht, kaum so befreit
gäb’s nicht die Etagère.

Das Obst zu präsentieren, ach,
den Kuchen, ja, das wäre
kaum so verführerisch und fein
gäb’s nicht die Etagère.

Verzwickt, vertrackt,
was mach ich bloß,
mir fehlt die Etagère,
Die Dose hat nicht ausgedient,
die stellt was dar, die leere.

Die Torte steht in lichter Höh’
sie schwebt in neuer Sphäre,
sie steht so schön, so wunderbar,
dank dieser Etagère.

im Kommentar:

Das sind keine Widerworte;

Ach, mein Magen der rumorte

Schon beim Anblick deiner Torte!

Paul Spinger

.

Ein weiteres Hinzugedicht

von Imelda Weippert:
.
Ein Photograph die Dose sieht,
durch sie die Phantasie erblüht.
Sie ist nicht groß,
die Colados,
jedoch ihr Zweck,
er adelt jegliches Gebäck.
Nur, wenn da Neujahrsfest nicht wär,
gäbs nicht die (schöne) Etagère...
.
.


06.03.08

Nicht für den Kopf


Goldene Kronen
Zweifelhafte Verführung.
Spott endet dort, wo...

05.03.08

Gut oder schlecht


Zeitbezug, Jetzt-Zeit...

rastert, ordnet, stanzt, erschafft,

enthüllt von Neuem die Welt...


04.03.08

Tief unten





Des Frühlings Duftspur
im Labyrinth des Winters.
Qualvoll das Warten.

03.03.08

...est disputandum






sweat-shirt modewahn
global vereinheitlicht, wow -
de gustibus non...



02.03.08

Schmuckhändler





Warum fliehst du denn?
Meine Ware - mein Leben.
Glücklose Ohnmacht...



28.02.08

liebeszeichen




worte und herzen
tief in die rinde geritzt.
kurz lebt der bambus...


...und nichts als liebe



im arm der mutter
ganz schutz und geborgenheit

zärtlichste quelle

27.02.08

AHNUNG



Ahnung von Reichtum
vonTausend-und-einer-Nacht...

blind, staubverhangen.

24.02.08

In eigener Sache:

Ich freue mich darüber, dass Sie meine Augenblicke nachvollziehen, in denen ich Marrakesch und Umgebung im Dezember 07 bis Januar 08 aufgezeichnet habe.Wertvolle Impressionen, die am Rande des Verfalls das Alte und romantisch Orientalische gerade noch halten. Von innen und außen ist aber schon der Druck der Moderne spürbar, die mit Massenware und schriller Westlichkeit die feine, samtene Patina mit einer zerbröckelnden Craquelée-Schicht überziehen.
Wird die Gesellschaft, die traditionelle Struktur der Familie, die Modernität aufnehmen, aufsaugen können, ohne dann in der Selbstbetrachtung an sich selbst zu zerbrechen?Ein Sturm an Eindrücken, meine Emotionen perlen an der Gelassenheit der Gesprächspartner ab. Hier zeige ich was ich vorgefunden habe: diverse Bildausschnitte aus einem Teil Marokkos, bestechende Wirklichkeitsfetzen aus einem winterlichen Ausflug in eine fremdartige Welt.
Meine Fotos, Gedichte und Kurzgeschichten sind Produkte der tiefen Betroffenheit, die die Begegnungen und vielfältigen Berührungspunkte, die sichtbaren und nur erfühlten, in mir auslösten und immer noch auslösen.
Die beiden Titelbilder zeigen in ihrer krassen Gegensätzlichkeit auf so beeindruckende Weise was sich in Marokko tut: Es ist das, was sich in Europa bereits vor vielen Jahrzehnten vollzogen hat, nur, die Menschen hier haben es vergessen...

23.02.08

Die Satellitenschüssel





So leicht springt sein Fuß,
stolz treibt ihn die Erwartung
"Jetzt ist die Welt mein!"

22.02.08

Ergänzende Erhellung

Paul Spinger hat gesagt…

Wohnt die Bescheidenheit in mir,
Bin ich am Rande der Welt -
und erleuchtet.

21. Februar 2008 21:19

Lesen Sie auch: Ein Gedicht für jeden Tag
http://paul-spinger.blogspot.com/

21.02.08

Erhellung


Am Rande der Welt
wo die Bescheidenheit wohnt
bin ich er'leuch'tet...

There at the world's end
where purest modesty dwells

I feel en’light’ened…

Au bout du monde
òu la modestie loge
je suis éclairée...

15.02.08

Ambiguity - Zweideutigkeit


While poverty sings
Telltale whispers of beauty
Envy never fades...

Das Lied der Armut
verrät flüsternd die Schönheit
Niemals versiegt Neid...
______________________________________

14.02.08

Halt fest das Bild, bevor es ganz zerbröselt, und du ins Leere schaust!


Halt still! Halt fest das Bild,
den Hauch von Unschuld,
Hauch von dieser andren Welt,
die sich im Mythos ländlich autonomer
Kraft verbirgt, der Nochwelt, hier und da.

Halt still! Siehst du, was in Gefahr?

Die Ungeduld, der wilde Wunsch,
die Anmut dieser Welt zu fliehn,
weil sie Symbol für Armut,
Mühe, Elend, Qual, entzaubert kläglich.
Der Satellitenschüssel Mittlerschaft erschließt
Erkenntnis-Reiche wundersam.

Der Blick nach Außen,
in die grobe, laute Welt,
verstellt den Blick nach Innen.
Er zerstört, verroht, verletzt, zersetzt.
Er entwertet. Er entwürdigt.
Er entzweit. Er entweiht!
200 Programme ...
die Vorstellung fährt Achterbahn.

...himmlischer Gruß!

2. Januar


Mittagssonnenschein
im Neuen Jahr - segensreich
Winterfrühlingslicht

31.01.08

Durchgängig zerrissen

Durchgängig zerrissen,
zeitlos-monoton
- verheißungsvoll -

in der Passage
tiefem Schlund
verläuft sich Ahnung
tuschelt Sehnsucht
flüstert Echo
schmerzt Erinnerung
prallt der Alltag
krümmt sich das Jetzt
verharrt dein Schritt,
stehst du und lauschst.

29.01.08

"Teepause" - Kurzgeschichte

27.01.08

Hamam - Dampfbad - Kurzgeschichte

In einer weitgehend baumlosen Landschaft
ist jedes Stück brennbaren
Materials sehr wertvoll...


Angenehm plaudernd

Mit weiser Gelassenheit

Begegnung im Souk

________________________

Fabian Tietz hat am 29. Februar 2008
dem Bild folgende Gedanken angefügt...

______________________________

wärmespendend Energie
so allumfassend heißlodernd,
glutend, schmelzend, rauchend
solch ein teurer Preis
______________________________

26.01.08

Sättigung in Variation














Hors d'oeuvres - delicious! -

Ein Gaumenschmauß vom Feinsten.
An den Rändern des Reichtums:
Fleischtrocknungskunst!

25.01.08

Gerberei


Reste des Lebens
Verrottende Haufen Müll

Brutstatt von Mode

Winterlicht - Schwelduft
von Haar- und Fellgeflüster -
Weltschmerzcollage


Ein Windhauch im Hof
säuselt - Berauscht vom Licht

zittern die Lider

Feiertagsleere
Feiertagsstille - erstickt
die Stimmen der Stadt.

Köstlichkeiten zum neuen Jahr


Süße Kunst. Auftakt,
zärtliche Geste! Hoffnung:
Alles wird besser!

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